Turkmenistan

05.04. - 08.04.2014
3 Nächte
1'160 km

Wettlauf gegen die Zeit

In der Abenddämmerung vom 5.4. ist der Hafen von Turkmenbashi bereits sichtbar. Bis die Fähre jedoch ankert und wir mit Manny über die Ladebrücke fahren können, dauert es noch eine Weile. Mitten in der Nacht regeln wir die Einreiseformalitäten. Vereinfacht gesagt, geht es darum auf einem sehr wichtig aussehenden Dokument bei offiziellen Stellen, wie zum Beispiel der Polizei und der Einwanderungsbehörde möglichst viele Stempel zu sammeln. Sobald jeder Stempel auf dem Dokument ist, muss natürlich jeder einzelne bezahlt werden. Dies kostet zwar eine Stang Geld, aber aus diversen Berichten von anderen Reisenden waren wir da vorgewarnt.

Ab nun heisst es während drei Tagen etwas über 1’000 Kilometer durch Turkmenistan zu fahren um vor Ablauf unseres Transitvisums das Land wieder verlassen zu können. Dies klingt einfacher, als es wirklich ist. Die Strassen sind meist in desolatem Zustand und dazu fegt ein Sandsturm durch das Land, was uns ab und zu schweisstreibend an unsere Grenzen bringt. Schlussendlich können wir die von uns gesetzten Etappenziele jedoch stets erreichen.

Die Fahrt geht quer durch die heisseste Wüste Zentralasiens. Soweit das Auge reicht, schmücken Sanddünen die Landschaft der Karakum Wüste. Mit Manny verlassen wir den Nord-Süd-„Highway“ im Niemandsland über die Dünen zum wohl ungewöhnlichsten Krater der Welt. In den 1950er Jahren suchten Sowjets in dieser Region nach Gas. Bei einer ihrer Bohrungen stiessen sie auf eine grosse Methankammer, welche darauf einstürzte und diesen Krater bildete. Um das giftige Gas zu vernichten, entzündeten sie es, was zu diesem seit Jahrzehnten brennenden Krater bei Darvaza führte. Spätestens in der Nacht weiss man, wieso manche dieses imposante Spektakel auch „Door to Hell“ nennen…

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