Einmal um Prince Edward Island

Abstecher Inselumrundung

Das berühmte Schild „CLOSED for season“ springt uns überall auf dem Weg ins Gesicht. So auch, als wir die 13 km lange Confederation Bridge überqueren und auf der Prince Edward Island (P.E.I.) von Leuchttum zu Leuchttum pendeln. Gar nicht schlecht, dadurch können wir direkt vor den Nationalparks übernachten, die menschenleeren Parks für uns geniessen und wunderbare Touren durch die bezaubernde Natur unternehmen.

Die Insel mit hügligem Ackerland, roten Klippen, Sanddünen und glitzernden Seen ist eine der drei Seeprovinzen im Osten von Kanada. Irgendwie springt sie uns auf dem Weg Richtung Cape Breton an und wir tauchen ein.

Unsere Leuchtturm-Route

Mal ist es weiss, dann weiss-rot, weiss-schwarz, manchmal rund, oft eckig, aus Stein oder Holz… Was ist es?

Ah ja, einer der 63 Leuchttürmen an der tollen Küste von P.E.I. Sie wurden ab Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut, um die Fähren und vorbeifahrenden Schiffe vor den heimtückischen Untiefen zu schützen. Heute werden nicht mehr viele für die Navigation verwendet, aber jeder bringt seine eigene Geschichte mit und bietet uns meist einen absolut traumhaften Übernachtungsplatz.

So beispielsweise auch beim Cape Egmont Leuchtturm, obwohl die gräulichen Wolken über den Himmel flitzen und die Wellen kräftig an die Klippen tosen. Beim Parkieren haben wir irgendwie eine leise Vorahnung und richten uns mal nicht direkt am Klippenrand ein. Zum Glück, bereits beim Kochen schlägt das Wetter um, ein eisiger Wind klatscht ins Gesicht und es herrscht ein dissonanter Wellengang im Manny, wenn die heftigen Böen auf ihn peitschen. Regen setzt ein, mal wieder, und obwohl wir nur wenige Meter neben dem Leuchtturm stehen, ist er nicht immer sichtbar. Zum Glück leuchtet er!

Wir klappern einige Leuchttürme ab. Die sind doch schon was Besonderes: Weithin sichtbar, überstehen Stürme, geben Sicherheit und Orientierung, das Gefühl von „Land in Sicht“ also Vertrauen – ja uns gefallen diese stabilen Gebäude am Rand des Landes.

Die Natur trumpft

Unterwegs werden wir immer wieder daran erinnert, dass das kanadische Kartoffelmuseum nicht weit weg ist. Irgendwann werden wir vielleicht schwach werden und dieses Museum besichtigen. Heute auf jeden Fall nicht. Lieber fahren wir durch die leicht hügelige Landschaft vorbei an Höfen mit gigantischen Kartoffelfeldern.

Im Prince Edward Island Nationalpark tauchen hinter jeder Kurve tolle Ausblicke auf. Der Boden leuchtet ungewöhnlich rot. Das blaue Wasser und die grünen Wälder sind immer präsent. Es lockt uns über Feldwege oder Wiesen bis an die Spitze der Klippen zu fahren. Aber die Wiesen sind heimtückisch, nass und sumpfig. Lieber geniessen wir das Meer aus der zweiten Reihe und wagen uns höchst ungern mit einem Abstand einer Abschleppseillänge vor, um andere aus dem Sumpf zu ziehen.

Wir verweilen an vielen verschiedenen Strandabschnitten. Mal werden wir mit Sturmböen begrüsst und dann überrascht uns wieder Kaiserwetter. Inzwischen können wir besser damit umgehen und kommen an den schönen Stränden immer ein paar Meter weit. Hält der Wind an, ziehen wir uns für einen Spaziergang oder Übernachtungsplatz in den Wald zurück. Oft sind unsere Nachbaren Hasen und Eichhörnchen, die wir den ganzen Abend beobachten können.

2
Schreibe einen Kommentar

avatar
  Abonniere die Kommentare  
Benachrichtigung für
Ursula Theiler
Ursula Theiler

Liebe Traumreisende, danke herzlich über Eure Wunder über Wunder-Berichte und Fotos! Mit Null-Ahnung
über Euer Reisegebiet bleibt mein Mund offen über staunen beim Lesen und Fotos geniessen! Wünsche Euch
weiterhin Erfüllung Eurer Träume und Pläne… und heute: Frohe Pfingsten!
Herzliche Grüsse aus Islisberg Ursula und Christoph